Gleichgeschlechtliche Paare können auf Sardinien heiraten

Die Ehe ist für alle da! Auf Sardinien dürfen sich nicht mehr nur Mann und Frau, sondern auch gleichgeschlechtliche Paare das Ja-Wort geben. 2016 hat Italiens Regierung das Gesetz im Parlament mit 372 Ja- und 51 Neinstimmen angenommen und die Zivilehe für Homosexuelle, die sogenannte „unione civile“ legalisiert .

Bis dahin galt die „convivenza di fatto“ – die eingetragene Partnerschaft. Doch da sich die Unterscheidung in Ehe und eingetragene Partnerschaft nicht mehr aufrechterhalten ließ, ohne gleichgeschlechtliche Paare zu diskriminieren, hat Italien die Homo-Ehe erlaubt. Seitdem hat sich in „bella Italia“ so einiges getan und es ist gar nicht mehr so selten, dass sich zwei Männer oder zwei Frauen in der Öffentlichkeit an der Hand halten.

Wo kann man standesamtlich heiraten?

Viele, die in die Standesämter Sardiniens kommen und einander den Trauring an den Finger stecken möchten, suchen nach romantischen, maritimen Orten. Die Stadt Pula ermöglicht eine Hochzeit am Strand von Nora, wo schon die Phönizier und Römer verweilten. Reservierungen gibt es auch am Hausstrand der Inselhauptstadt Cagliari. In Villasimius und an der Costa Rei sind der Spiaggia di Campus und der Scoglio di Peppino begehrte Hochzeitslocations.

Welche Unterlagen werden für die gleichgeschlechtliche Ehe in Italien benötigt?

Bei der Anmeldung zur Eheschließung müssen die Hochzeitpaare ihre Identität, ihre Namensführung, ihren Wohnsitz und ihren Familienstand nachweisen. Dementsprechend muss das Paar einen gültigen Reisepass oder Personalausweis, einen mehrsprachigen Auszug aus dem Geburtseintrag und ein internationales Ehefähigkeitszeugnis vorlegen. Zudem müssen die Partner eine Ersatzerklärung für die gleichgeschlechtlichen Ehe unterzeichnen. Die Urkunden müssen im Original auf internationalem Vordruck eingereicht werden. Die Dokumente dürfen in der Regel nicht älter als sechs Monate sein.

Sind Homo-Ehen in Italien gleichgestellt?

Ein homosexuelles Paar ist einem heterosexuellen Paar nicht vollkommen gleichgestellt. Zum einen besteht kein gegenseitiges Treuegebot und zum anderen steht gleichgeschlechtlichen Paaren in Italien keine Stiefkindadoption offen. D. h. sie können weder ein fremdes Kind noch das Kind des jeweils anderen Ehepartners adoptieren.

Wie reagiert die katholische Kirche?

Die katholische Amtskirche hat starke Vorbehalte gegen die Ehe für alle. Für sie ist die Ehe die Lebens- und Liebesgemeinschaft von Mann und Frau. Früher haben viele Schwulen und Lesben ihre Homosexualität deshalb versteckt – aus Scham vor der Gesellschaft, oder um ihre Familien nicht zu kränken. Dass sich heute hingegen viele junge Menschen mit großer Unbekümmertheit outen, zeigt, dass eine langsame kulturelle Wandlung im Gange ist.

Sie möchten eine Traumhochzeit auf Sardinien erleben und benötigen Unterstützung vor Ort? Dann schreiben Sie mir. Ich freue mich, Sie ein Stückchen auf dieser wunderbaren Reise zu begleiten, die Sie gemeinsam beschlossen haben anzutreten! Hier können Sie mich kontaktieren.